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Swing life away

I've been here so long
I think that it's time to move
The winter's so cold,
summer's over too soon
Let's pack our bags and
settle down where palm trees grow

and I've got some friends,
some that I hardly know
we've had some times
I wouldn't trade for the world
We chase these days down
with talks of the places that we will go

1 Kommentar joern verlinken 9.7.08 20:48, kommentieren

..fehlt auch noch, willst du das eben vom 1-Euro Laden holen?

Nachdem wir ursprünglich schon seit ein paar Tagen die Nordsee schippern wollten, wurde das Auslaufen auf Mittwoch, Freitag und Samstag, 1430 verschoben.
Mittlerweile ist das Schiff aber immerhin relativ dicht und es tropft weder in die Maschine, die achterliche Backskiste, in den Salon, das Medizinfach noch auf mein Bett und so haben wir das erste Gewitter gestern zu unser aller Überraschung relativ trocken überstanden.

Etwas zu schaffen macht uns noch die, sagen wir mal, 'gechillte' ostfriesische Arbeitsmentalität - hier wird erstmal gewartet, gefrühstückt oder sonstwie Pause gemacht, bis man sich zwei Tage später als versprochen an die Arbeit macht.
Es gestaltet sich dementsprechend ab und an recht schwierig, mehr oder weniger wichtige Punkte von der "Liste der noch zu besorgenden Dinge Puritana" zu streichen - dank des relativ riesigen Ein-Euro-Shops um die Ecke klappt das dann aber meistens dann doch noch. Man glaubt ja kaum, was die alles für krankes Zeug im Sortiment haben.
(Ich habe mir dort sogar tatsächlich Flip Flops (ich weiss nichtmal, wie man die schreibt...) gekauft - nur aus rein praktischen Gründen natürlich ;-)

Der Wind ist absolut auf unserer Seite und wird (natürlich erst ab Samstag morgen) ausnahmslos aus der Richtung wehen, in die wir fahren wollen - das wird bestimmt spaßig, naß und ein wahres Buffet für die Fische um uns( herum. (In weiser Vorraussicht habe ich mich mit genügend Banane-Müsliriegeln eingedeckt - die schmecken hoch genau wie runter :D )

Ansonsten ist alles wie immer und alle sind wie immer, auch wenn ich das dank meiner legendär gewordenen sensiblen Rücksichtnahme hier wegen mitlesender Crew (Hallo Claudi! (wie war die Mitfahrgelegenheit?)) weiter ausführen werde...

Nachdem wir gestern (mal wieder) bis zwei Uhr das Schiff von insgesamt 5kg heruntergeschliffenem Lack befreit haben, konnten wir heute morgen um sieben sogar 'einziehen', auch wenn ich dank Birgits Kerl postwended aus meiner Kammer geschmissen wurde und nun in der nur namenstechnisch tollen Nuttenkoje nächtigen werde.

Wasauchimmer - Nach müde kommt dumm

1 Kommentar joern verlinken 9.7.08 20:49, kommentieren

Vajamos Companeros

Letzte Nacht hat's mal wieder geregnet und so konnten wir heute an fünf neuen Stellen das Regenwasser aufwischen. Soviel zum Thema "Mittlerweile ist das Schiff aber immerhin relativ dicht"...

Auch wenn noch keiner so recht dran glaubt, scheint es immer mehr so, als wüden wir morgen bei Sonnenschein die 45sm rüber nach Borkum segeln - mal vorrausgesetzt, der Schleuser macht nicht wieder im passenden Moment Pause und wir verpassen die Tide.

Mittlerweile ist quasi alles eingeräumt und soeben wurde die absolut eminent wichtige Liste aller in Backskisten verstauten Werkzeuge & sonstigen Teile vervollständigt.

1 Kommentar joern verlinken 9.7.08 20:49, kommentieren

"Warmwasser kann man immer gebrauchen, frier's mal lieber ein!"

Dank diverser Starkwindwarnungen liegen wir seit gestern Abend in Lauwersoog und dank diverser weiterer Sturmwarnungen werden wir hier in der Gegend vermutlich auch noch länger bleiben.
Das nächste Tief kommt bestimmt.

Der Ort hat laut Wikipedia 134 Einwohner und damit mehr als gefühlt und weniger als Schiffe im Hafen.

Da unser "Wetterfenster" für die Strecke Holland-Ende Ärmelkanal genau einen Tag beträgt und wir dazu vermutlich den Geschwindigkeitsrekord für Segelyachten zumindest einstellen müssten, werden wir - sobald das Wetter wenigstens das zulässt - durchs Ijjselmeer schippern und Amsterdam bei Nacht einen Besuch abstatten.
Ist zwar auch ganz schön, bringt uns aber nicht wirklich weiter dahin, wo wir unsere Zeit eigentlich vergeuden wollten - nämlich da, wo der Himmel so blau ist wie das Wasser und die Luft in der Nacht wärmer als hier am Tag.

1 Kommentar joern verlinken 9.7.08 20:50, kommentieren

Alles wiederholt sich, alles wiederholt sich, alles...


Zum Verständnis: Wir sind gerade in der Deutschen Bucht/Südwestlichen Nordsee, wollen nach Südwesten & brauchen dazu dementsprechend alles außer südwestlichen Winden


Dieser heißersehnte nicht-Südwestwind hat sich von Montag auf Dienstag auf Mittwoch auf Donnerstag auf Freitag auf Samstag und jetzt auch doch nicht mehr auf Sonntag verschoben.

Wenn der Deutsche Wetter Dienst dann jeden Tag eine 'Sturm und Starkwindwarnung für die Deutsche Bucht und die südwestliche Nordsee" herausgibt und jeden Tag die selbe, eintönige Stimme jedes Mal das absolut gleiche Wetter (Vorhersage: S¸dwestliche Winde; 3-Tage-Trend: Nordwestliche Winde) vorliest,ist man irgendwann der Überzeugung, das da irgendwo ein Sprung in der Platte ist. Und zwar an einer echt fies verkratzten Stelle.

joern verlinken 12.7.08 14:35, kommentieren

Perfection through Silence

Man mag es kaum glauben, aber, tatsächlich: Nach einer Woche warten in Lauwersoog sind wir wahrhaftig weitergesegelt.
Der Wecker klingelt, als man meinte, gerade eingeschlafen zu sein. Es scheint, als würde die Welt noch schlafen. Der Himmel wird langsam heller und spiegelt sich wolkenlos im Hafenbecken; Es weht eine laue Brise ins Schiff, man schmeckt das Salz der See in der Luft...
Zwischen Deich, geduckten Häusern, den Fischerbooten und zum Trocknen aufgehängten Netzen kriecht langsam die Sonne hervor.
Aus den Boxen schallt 'Conquest of Paradise', während wir mit den ersten Sonnenstrahlen im Gesicht die Leinen loswerfen und in See stechen

Schnitt, zwei Stunden später: Mit Pathetik und Weltenbummlerromantik ist es vorbei. Der Wind bläst mit voller Kraft aus der falschen Richtung, zwei Meter große Wellen schlagen auf das Schiff ein, unterbrochen von kurzen Momenten der Stille, bis das Meer den Rumpf mit einem Donnern zum zittern bringt.
Die Verwindungssteifheit funktioniert nicht so wie sie sollte, Dichtungen werden undicht und so macht es sich das grüne Nordseewasser bei uns in der Kammer bequem.
Wir sitzen draußen im Cockpit, versuchen mehr schlecht als recht, der Natur zu trotzden und der eine oder andere von uns füttert im Laufe des Tages ein ums andere mal die Fische.
Zwischendurch hatten wir noch eine nette Begegnung mit der 'nederlanske Küstwacht', die extra mit drei Booten zu uns rausfuhr, um zu fragen, ob denn auch alles okay ist. Man kommt sich fast schon ein bisschen verarscht vor, wenn der Typ freudestrahlend mit 250PS übers Meer ballert und dich dann breit grinsend fragt, obs dir gut geht, während du frierend und kotzübel fühlend kauerst.
Erst weitere 10 Stunden später hat die Quälerei ein Ende und wir machen in Harlingen fest.
Klamotten werden getrocknet, Mägen beginnen sich zu erholen und nur das eher suboptimal arbeitende Klo trübt ein wenig die Freude darüber, angekommen zu sein.

3 Kommentare joern verlinken 13.7.08 14:28, kommentieren

Harlingen - Enkhuizen - Amsterdam


Beim Warten vor der Schleuse hats uns eine Klüse aus dem Deck gefetzt, die sich dann auch postwendend im hohen Bogen ins Hafenbecken verabschiedet hat (Klüse = Mehr oder weniger wichtiges Ding, dass man z.B. zum Anlegen braucht).

Ansonsten gabs außer schniekem Segeln mit ordentlich Schräglage nichts besonderes, deshalb ein paar Fotos:





3 Kommentare joern verlinken 20.7.08 17:05, kommentieren