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Nach fünf Wochen... Endlich in Spanien!!!

Denn genau da sind wir gestern nach ein paar netten Tagen in der schnuckeligen englischen Kleinstadt Falmouth (die wir gegen Ende dann doch ziemlich satt hatten) tatsächlich angekommen!

Die Engländer zeigten sich (in meist, sagen wir, recht... gewagtem Outfit) von ihrer besten Seite und stopften sich die landestypischen ’Fish & Chips’ des Öfteren mit der flachen Hand in den Mund, bis einem schlecht wurde...
Die Statur dieser hungrigen Geschöpfe muss dementsprechend auch nicht weiter beschrieben werden. Wer sagt, die Deutschen hätten ein Problem mit ihrer Ernährung und die Jugend eins mit Verfettung, war definitiv noch nie in England.

So verließen wir die Royals und segelten drei Tage über die Biskaya.
Die Freude an unserem frisch erworbenen elf(!)-Pfund-Angelköder währte leider nicht lange, da irgendein Fiesling von großem Fisch sich entschlossen hatten, den einfach mit einem ordentlichen Stück Schnur abzubeißen.

Ansonsten war die Überfahrt zwar recht schlaflos, aber doch ziemlich entspannt:
Wir hatten Wetter von Regen bis Sonnenschein, von tollen Wolkenformationen über Frontaufzügen, die wieder in sich zusammenfielen bis hin zu Nebensonnen und Halos (von denen die meisten von uns vor unserem Wetterbuch auch noch nie was gehört haben ;-)
Dann waren da noch die ganzen Delphine, die uns den Großteil der Fahrt über begleitet haben...
Okay, aber fast... ;-)

Beeindruckend auch die Atlantikdünung, die zum Teil über 3 Meter hoch war und richtig gechillt runtergesurft werden konnte...
Und das unglaubliche Gefühl, nach den oben genannten fünf Wochen im Regenwetter der Nordsee endlich mal das Ölzeug im Schrank lassen zu können - und auch noch abends ohne Jacke gemütlich an Deck sitzen und in den zur Nacht werdenden Tag schauen zu können...traumhaft.
Nicht zu vergessen: Die wunderbaren Sonnenauf und –untergänge, den sternenklaren Nachthimmel und die Sternschnuppen, die während der Nachtwache zu sehen waren....

Ach ja, da war noch was... Schuld war die böse Großschot. Die war nämlich ziemlich sauer.
Weil der Wind natürlich irgendwann wieder (oh wunder!) auf Südwest gedreht hatte, mussten mal wieder gegenan fahren. Die Schot wurde dafür fies dichtgeknallt - und entschied sich infolgedessen, den Motorhebel in einer konspirativen Racheaktion unauffällig abfallen zu lassen.
Doch davon ließen wir uns nicht die Laune verderben, und nach einer nicht allzu langen Zeit kam dann auch wirklich und wahrhaftig die spanische Küste in Sicht. Man sah, wie sich die Wellen an der Steilküste brachen, die Vögel über den zahlreichen Fischerbooten kreisten und sich so die Wiederkehr der Zivilisation ankündigte.

puritana am 7.8.08 18:18

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